Das Pflegefachgespräch: wertvoller Dialog statt kritischer Prüfung
Ein zentraler Baustein der Qualitätsprüfung ist das Pflegefachgespräch. Anstatt Angst vor Fehlern zu schüren,
bietet es Raum zur Reflexion und zur gezielten Weiterentwicklung. Vier Anknüpfungspunkte helfen, das Gespräch strukturiert zu führen:
1. Beschreibung der Bedarfe, Problemlagen und des Unterstützungsbedarfs
2. Benennung von Risiken und Gefährdungen
3. Wünsche und Bedürfnisse der versorgten Person
4. Maßnahmen zum Erhalten und Fördern der Selbstständigkeit
Indikatoren und Prüfberichte sind für die Pflegequalität aufschlussreich
Mit Indikatoren im stationären Setting sind Erfolge der Pflege gut erkennbar. Wichtig sind daher eine korrekte Erhebung und interpretierbare Daten, damit sich aus dem Prüfbericht gezielte Verbesserungen ableiten lassen.
Der Prüfbericht dient als Instrument zur Qualitätsentwicklung: Erklärt Trends, ordnet Ergebnisse ein und leitet konkrete Maßnahmen ab. Offenheit gegenüber den Daten und eine klare Umsetzungsstrategie machen den Unterschied.
Qualitätsprüfungen bieten somit Pflegeteams eine klare Orientierung, um Prozesse schlanker, Entscheidungen transparenter und die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig zu verbessern.